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Spielen von Karl Ove Knausgård

Eine Geschichte über eine Kindheit, die eine Welt beschreibt, in der Kinder und Erwachsene parallele Leben führen, die sich nie begegnen. Alles beginnt mit einer traditionellen Familie: Vater, Mutter und zwei Jungen, die nach Südnorwegen ziehen, in ein neues Haus in einer neuen Siedlung. Es sind die frühen Siebzigerjahre, die Kinder sind klein, die Eltern jung, die Zukunft scheint offen und verheißungsvoll. Aber irgendwann beginnt sie sich zu schließen, irgendwann wird das, was mit großen Hoffnungen begann, klein und festgelegt. Was ist passiert? Wie konnte es dazu kommen?

Der Norweger Karl Ove Knausgård ist ein literarisches Genie! Er schreibt einfache und schwierige Dinge aus dem Leben, große und kleine Gefühle, er beschreibt was er gesehen hat, was er wahrgenommen hat. Was bei anderen schnell langweilig und träge klingt, ist bei Knausgård etwas, von dem man jedes Wort aufsaugt. Bei ihm werden sogar Mulden in einem Felsen zu einem literarischen Ereignis oder eine Verfolgungsjagd von einer Katze und einer Maus zum Actionthriller. "Spielen" ist nach "Sterben" und "Lieben" der dritte Band aus dem genialen, auf sechs Bände angelegten, autobiographisch unterfütterten Projekt. Wild und ungestüm, ehrlich, leise und auch laut erzählt er in diesem Band vom jung sein, was man alles sieht, erlebt, fühlt. Und vom Erwachsen sein, die Empfindungen haben sich geändert.

Luchterhand, 573 Seiten; 22,99 Euro

 

 

Quelle:www.denglers-buchkritik.de

 



Zuletzt geändert von Matthias Kehmeier (kehmeier)  am 10.1.2014  um 14:09
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