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Die Liebenden vom Place d'Arezzo von Eric-Emmanuel Schmitt

Ein anonymer Liebesbrief bringt Unruhe in das elegante Brüsseler Viertel rund um den Place d'Arezzo. Alle haben ihn erhalten: Der Banker, der seiner Familie verheimlicht, dass er sich von anderen Männern angezogen fühlt. Der hochrangige Politiker, der notorisch jede halbwegs attraktive Frau anmacht. Die sexsüchtige Diane, die sich mit Unbekannten zu sadomasochistischen Sitzungen trifft und einmal, gut geknebelt und verpackt, von ihrem Liebhaber zurückgelassen wird, um Stunden später von ihrem Ehemann erlöst zu werden. Aber es gibt auch die verschrobene alternde Dame, die ein telepathisches Verhältnis zu ihrem Papagei unterhält, oder die glücklich Liebenden, die einander bereits gefunden haben, oder sich noch finden werden,

"Ich wollte Dir nur sagen, dass ich Dich liebe. Unterzeichnet: Du weißt schon, wer." Das ist der Liebesbrief, der alles in Gang bringt. "Die Liebenden vom Place d'Arezzo" ist eine Geschichte über die Liebe, die Leidenschaft, die Erotik in all ihren wunderschönen und verrückten Spielarten. Treue, Zärtlichkeit, Sehnsucht, Untreue, der einfach Liebesakt, der verspielte, der schmutzige, gleichgeschlechtlich, oder auch überhaupt keine Liebe. Doch die Sehnsucht nach der Liebe ist immer da, auch wenn man es sich nicht eingestehen will. Der französische Bestsellerautor Eric-Emmanuel Schmitt hat für diesen Roman viele Figuren entworfen, und trotzdem hat jede von ihnen einen starken Ausdruck, Tiefe und das gewisse Etwas. Ein literarischer Roman über die Liebe, der das Knistern nicht sein lassen kann – zur Freude des Lesers. "Die Liebenden vom Place d'Arezzo" hat etwas von dem weltweiten Kinoerfolg "Tatsächlich Liebe" – weniger lustig, dafür umso dramatischer und ein Stück radikaler.

S. Fischer, 768 Seiten; 24,99 Euro             Quelle: www.denglers-buchkritik.de



Zuletzt geändert von Matthias Kehmeier (kehmeier)  am 20.2.2016  um 12:47
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