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Lesefest mit Bahn, Sekt und Spiel

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Lesefest mit Bahn, Sekt und Spiel

Paul, Samih und Peppone (von links) versuchen sich am Samstag beim ersten Sommerlesefest in der Stadtbibliothek im Improvisationsspiel. Foto: Michael Keller 

Paul, Samih und Peppone (von links) versuchen sich am Samstag beim ersten Sommerlesefest in der Stadtbibliothek im Improvisationsspiel. Foto: Michael Keller

Gotha. Freundeskreis der Stadtbibliothek lud erstmals Erwachsene wie Kinder ein. Start am Freitag mit einer Lesung in der Straßenbahnlinie Nr. 4.
Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist. Der Satz wird Joseph Addison (1672-1719), einem englischen Schriftsteller zugeschrieben. Und den würden die 57 Mitglieder des noch jungen Freundeskreises der Gothaer Stadtbibliothek jederzeit bedenkenlos unterschrieben. Und weil das so ist und die Literatur der Mittelpunkt der Vereinsarbeit ist, hatte man am Samstag zum ersten Sommerlesefest in die Bibliothek eingeladen.

 

Der Start indes erfolgte bereits am Freitagabend auf ungewöhnlich Art und Weise - mit einer literarischen Straßenbahnfahrt. Annett Gröschner las in der restlos ausverkauften Traditions-Bimmel aus ihrem Buch "Mit der Linie 4 um die Welt". Die Autorin hat darin ihren liebenswerten Spleen dokumentiert, wo immer sie auf der Welt sein mag, mit der Straßenbahnlinie 4 zu fahren. Darin kommt, wie könnte es auch anders sein, die Linie 4 der Thüringer Waldbahn Gotha vor. Und genau deswegen wurde der betagte Wagen gemietet, und ab ging es mit 50 Gästen an Bord. Es sei, so Vereinsvorsitzender Matthias Kehmeier, ein sehr gemischtes Publikum gewesen, dass an der Tour sehr viel Spaß gehabt habe. Beim Sektstopp in Tabarz hätte es zudem viele fragende Blicke gegeben. 50 Menschen springen aus einer alten Bahn und trinken Sekt? Was geht da vor sich?

 

Die Fortsetzung dann am Samstag in und vor der Bibliothek.. An Beal Bocht sorgte für die musikalische Unterhaltung, die Kinder konnten basteln oder sich in Improvisationsspielen bzw. im Papierschöpfen versuchen. Kamishibai, ein kleines japanisches Papiertheater hatte aufgebaut und ein Illuminator.

 

 
Wer drin saß, sah man nicht, aber der, der drin saß, war ein Meister des schnellen Zeichnens. Er erfüllte gegen einen kleinen Obolus alle Wünsche, die im per Kärtchen zugesteckt wurden. Am Abend bildete Go-thas Stadtschreiberin Rebekka Knoll der lesenden Abschluss.

 

Die Idee des Freundeskreises fand viel Anklang bei ihrer Premiere. Diese habe man dank einer großzügigen Spende der Sparkassen-Regionalstiftung, die fast zeitgleich ihr 15-jähriges Bestehen feierte, ausrichten können, so Matthias Kehmeier.

 


 

Michael Keller / 24.06.13 / TA

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